· Von Grannysweed Redaktion
Cannabis Waage: Welche Genauigkeit brauchst du wirklich?
Mal ehrlich: Wie oft hast du schon "nach Gefühl" dosiert und dich dann gewundert, warum die Wirkung völlig anders war als erwartet? Oder du kaufst eine Waage für zehn Euro, und das Ding zeigt dir jedes Mal einen anderen Wert an. Nervig, oder?
Eine vernünftige Cannabis Waage ist kein Luxus – sie ist das Fundament für kontrolliertes, sicheres Wiegen. Egal ob du medizinisch dosieren musst, deine Edibles nicht versauen willst oder einfach wissen möchtest, was du wirklich in der Hand hast: Die richtige Waage macht den Unterschied zwischen Raten und Wissen.
TL;DR – Das Wichtigste auf einen Blick
- 0,1g-Genauigkeit reicht für Alltags-Portionierung (Joints, Bowls, Standard-Edibles)
- 0,01g-Genauigkeit ist Pflicht für medizinische Mikro-Dosierung, präzise Edibles und Konzentrate
- Wichtigste Kaufkriterien: Kalibrierungsoption, ausreichende Tragkraft (100-500g), stabiles Gehäuse, Tarafunktion, lesbares Display
- Typische Anfängerfehler: Wiegen auf weichen Untergründen, kein Kalibrieren, Luftzug ignorieren, zu kleine Tragkraft
- Pro-Tipp: Immer 3x wiegen und Mittelwert nehmen – eliminiert Messschwankungen fast komplett
Cannabis Waage vs. "Weed Waage" – was meinen Leute damit?
Wenn du nach einer Cannabis Waage oder Weed Waage suchst, landest du meist bei denselben Produkten: Digitalwaagen mit hoher Präzision. Der Begriff "Cannabis Waage" ist im Grunde nichts anderes als ein umgangssprachlicher Ausdruck für eine Feinwaage oder Digitalwaage, die sich durch besonders genaue Messergebnisse auszeichnet.
Warum die Suche nach diesen Begriffen? Weil Cannabis-Konsumenten oft kleine Mengen präzise abwiegen müssen – sei es für die Dosierung, das Teilen mit Freunden oder die Herstellung von Edibles. Eine herkömmliche Küchenwaage zeigt dir vielleicht 5g an, aber ob das jetzt 4,7g oder 5,3g sind, bleibt ein Rätsel. Bei teuren Blüten oder medizinischen Anwendungen macht das einen Unterschied.
Im Headshop-Kontext sprechen wir also meistens von Miniwaagen, Taschenwaagen oder Grammwaagen mit einer Genauigkeit von mindestens 0,1g – besser noch 0,01g. Der Begriff "Feinwaage" ist dabei der neutralere, technisch korrektere Ausdruck, der keine direkten Assoziationen weckt, falls die Waage mal im Rucksack oder auf dem Schreibtisch liegt.
Bottom line: Ob du "Cannabis Waage", "Weed Waage" oder "Feinwaage" sagst – gemeint ist dasselbe Gerät. Wichtig ist nur, dass es präzise misst und zu deinem Verwendungszweck passt.
0,1g oder 0,01g? Die richtige Genauigkeit (mit Beispielen)
Die Genauigkeit ist das entscheidende Kriterium beim Kauf einer Waage. Aber welche Präzision brauchst du wirklich? Spoiler: Nicht jeder braucht die teuerste 0,001g-Waage. Oft reicht weniger – und manchmal ist mehr auch nicht besser, weil externe Faktoren das Messergebnis ohnehin verfälschen.
Wann 0,1g-Genauigkeit völlig ausreicht
Für die meisten Standard-Anwendungen im privaten Bereich ist eine 0,1g-Waage absolut ausreichend. Du wiegst damit problemlos Portionen für Joints, Bowls oder einfache Edibles ab. Wenn du zum Beispiel 0,5g für einen Joint brauchst, zeigt dir eine 0,1g-Waage das präzise genug an – die Abweichung liegt im vernachlässigbaren Bereich.
Typische Use-Cases für 0,1g:
- Portionierung für den täglichen Gebrauch (0,3g–2g)
- Teilen von größeren Mengen mit Freunden
- Einfache Edibles ohne kritische Dosierung
- Abwiegen von getrocknetem Material, Kräutern, Tee
Der Vorteil: 0,1g-Waagen sind günstiger, robuster und oft mit höherer Tragkraft (bis 500g) erhältlich. Für den Alltag ein solider Standard.
Wann 0,01g-Genauigkeit sinnvoll ist
Hier wird's ernst: Eine 0,01g-Waage ist dann notwendig, wenn Präzision wirklich zählt. Das betrifft vor allem medizinische Anwendungen, bei denen du exakt dosieren musst, oder Situationen, in denen kleine Mengen große Auswirkungen haben.
Typische Use-Cases für 0,01g:
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Medizinische Mikro-Dosierung (z.B. 0,05g–0,20g pro Dosis)
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Präzise Edibles mit THC-Gehalt-Berechnung
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Abwiegen von Konzentraten, Extrakten, Kief
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Qualitätskontrolle bei selbst hergestellten Produkten
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Teilen von sehr kleinen Mengen (z.B. teure Sorten, Proben)
Der Unterschied ist krass: Eine 0,1g-Waage könnte dir bei 0,15g entweder 0,1g oder 0,2g anzeigen (100% Abweichung!). Eine 0,01g-Waage zeigt dir exakt 0,15g. Bei medizinischen Anwendungen kann das den Unterschied zwischen therapeutischer Wirkung und Überdosierung bedeuten.
Warum 0,001g im Alltag oft Overkill ist
Es gibt auch Waagen mit 0,001g (1mg) Genauigkeit – typischerweise für Labore, Pharmazie oder das Wiegen von Pulvern. Für Cannabis? Meist Overkill. Warum?
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Umgebungseinflüsse: Luftzug, Vibrationen, Temperatur – all das verfälscht Messungen im Milligramm-Bereich massiv.
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Kleine Tragkraft: Diese Waagen wiegen oft nur bis 20g oder 50g – unpraktisch für normale Portionen.
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Preis: Deutlich teurer, ohne echten Mehrwert für den Hausgebrauch.
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Handhabung: Empfindlich, brauchen Windschutz und stabile Unterlage – nichts für unterwegs oder schnelles Wiegen.
Unser Take: Für 99% der Cannabis-Anwender ist 0,01g das Maximum, das praktisch Sinn macht. Alles darüber ist nice-to-have, aber keine Notwendigkeit.
| Genauigkeit | Typische Anwendung | Typische Fehlerquelle |
| 0,1g | Alltags-Portionierung, Joints, Standard-Edibles, Teilen von Mengen | Ungeeichte Waage, weicher Untergrund, verschmutzte Wiegefläche |
| 0,01g | Medizinische Dosierung, präzise Edibles, Konzentrate, Mikro-Dosierung | Luftzug, Vibrationen, nicht kalibriert, zu kleine Wiegefläche |
| 0,001g (1mg) | Labor, Pharmazie, extrem kleine Pulvermengen | Temperatur, Luftfeuchtigkeit, statische Aufladung, fehlender Windschutz |
Finde die richtige Genauigkeit für deinen Use-Case
Jetzt weißt du, worauf's ankommt. Bei uns findest du Waagen für jeden Bedarf – von soliden 0,1g-Alltagswaagen bis zu präzisen 0,01g-Modellen für medizinische Anwendungen.
Die wichtigsten Kaufkriterien (Checkliste)
Kalibrierung (mit/ohne Gewicht) & Tarafunktion
Eine Waage, die sich nicht kalibrieren lässt, ist auf lange Sicht nutzlos. Durch Transport, Temperaturschwankungen oder einfach regelmäßige Nutzung driftet die Messgenauigkeit ab. Kalibrierung bringt die Waage wieder auf Nullpunkt.
Es gibt zwei Arten:
- Mit externem Kalibriergewicht: Du legst ein präzises Gewicht (z.B. 100g) auf die Waage, sie gleicht sich ab. Genauer, aber du brauchst das Gewicht.
- Automatische Kalibrierung: Manche Modelle kalibrieren sich selbst – praktisch, aber nicht immer so präzise.
Die Tarafunktion ist Standard, aber trotzdem essentiell: Du stellst ein Behältnis (z.B. Glas, Papier, Silikondose) auf die Waage, drückst "Tara", und das Gewicht wird auf null gesetzt. So misst du nur das Material, nicht das Drumherum. Ohne Tara? Unpraktisch und fehleranfällig.
Maximalgewicht/Tragkraft & Stabilität
Die maximale Tragkraft (auch "Kapazität" genannt) bestimmt, wie viel die Waage wiegen kann. Typische Bereiche:- 50g–200g: Taschenwaagen, ideal für kleine Mengen, oft mit 0,01g Genauigkeit.
- 200g–500g: Standard-Waagen, Allrounder für Alltag und gelegentliche größere Mengen.
- 500g–1000g+: Plattformwaagen, für Ernten, große Vorräte oder wenn du auch mal Gläser mit Inhalt wiegen willst.
Wichtig: Eine 0,01g-Waage hat oft nur 100g–200g Kapazität, weil höhere Tragkraft und höchste Präzision sich technisch beißen. Überlege dir also: Wiegst du eher kleine, präzise Mengen oder brauchst du Flexibilität für größere Portionen?
Stabilität ist genauso wichtig: Ein wackliges Plastikgehäuse verfälscht Messungen. Achte auf solide Verarbeitung, rutschfeste Füße und eine ebene Wiegefläche aus Edelstahl oder gehärtetem Glas.
Wiegefläche, Deckel, Windschutz, "Taschenformat"
Die Wiegefläche sollte groß genug sein, dass dein Material bequem Platz findet – aber nicht so groß, dass die Waage unpraktisch wird. Bei Taschenwaagen ist die Fläche oft klein (5x5 cm), dafür hast du sie immer dabei. Plattformwaagen bieten mehr Raum (10x10 cm oder größer), brauchen aber Stauraum.
Ein Deckel/Schutzcover ist Gold wert: Er schützt die Wiegefläche vor Kratzern, Staub und Verschmutzung – und dient bei vielen Modellen gleichzeitig als Auffangschale für das Material. Praktisch und hygienisch.
Für 0,01g-Waagen kann ein Windschutz sinnvoll sein, besonders wenn du draußen oder in zugigen Räumen wiegst. Schon leichte Luftbewegungen können Messungen im Hundertstel-Gramm-Bereich verfälschen. Manche Modelle haben eingebaute Windschutzgläser – meist Overkill für den Hausgebrauch, aber bei sehr präzisen Anwendungen nice-to-have.
Display/Beleuchtung, Auto-Off, Batterien vs. USB
Ein gut lesbares Display ist kein Luxus – schlecht beleuchtete oder zu kleine Displays nerven im Alltag. Hintergrundbeleuchtung (blau, weiß, orange) ist Standard bei guten Waagen und erleichtert das Ablesen bei schlechten Lichtverhältnissen.
Auto-Off: Die Waage schaltet sich nach 60–120 Sekunden Inaktivität automatisch ab. Spart Batterie, kann aber nerven, wenn du in Ruhe dosierst. Bei den meisten Modellen kannst du die Zeit nicht ändern – einfach dran gewöhnen.
Stromversorgung:
- Batterien (AAA): Standard, günstig, überall verfügbar. Nachteil: Müll und regelmäßiger Austausch.
- USB-Aufladbar: Umweltfreundlicher, praktisch für Vielnutzer. Nachteil: Wenn leer, musst du warten oder Powerbank nutzen.
Unser Tipp: Wenn du die Waage täglich nutzt, lohnt sich ein USB-Modell. Für gelegentliche Nutzung reichen Batterien völlig.
Material & Reinigbarkeit
Die Wiegefläche sollte aus Edelstahl oder gehärtetem Glas bestehen – beides lässt sich leicht reinigen und ist resistent gegen Feuchtigkeit und Harzreste. Plastik-Oberflächen zerkratzen schneller und sehen nach ein paar Monaten oft grausam aus.
Reinigung: Einfach mit einem trockenen oder leicht feuchten Tuch abwischen. Keine aggressiven Reiniger, kein Wasser direkt auf die Elektronik. Bei hartnäckigen Rückständen (z.B. Harz) hilft Isopropanol (Reinigungsalkohol) – aber sparsam und nur auf der Wiegefläche, nicht auf dem Display oder den Tasten.
0,1g-Waagen für Standard-Anwendungen
Robuste Alltagswaagen mit solider Tragkraft – perfekt für Joints, Bowls und einfache Portionierung. Präzise genug für die meisten Anwendungen, ohne Overkill.
0,01g-Präzisionswaagen für Profis
Hochpräzise Feinwaagen für medizinische Dosierung, Edibles und Konzentrate. Wenn jedes Hundertstel zählt – hier findest du die richtigen Tools.
Richtig wiegen
Schritt 1: Waage richtig aufstellen
Stelle die Waage auf eine harte, ebene Fläche. Tisch, Schreibtisch, Regal – alles okay. Vermeide weiche Untergründe wie Bett, Sofa oder Teppich. Warum? Weil die Waage dann instabil steht und das Material bei jedem Atemzug "schwerer" oder "leichter" wird.
Achte darauf, dass kein Luftzug die Waage trifft – offene Fenster, Ventilatoren oder Klimaanlagen können Messungen im 0,01g-Bereich verfälschen. Bei 0,1g-Waagen ist das weniger kritisch, aber trotzdem nervig.
Schritt 2: Nullpunkt setzen
Schalte die Waage ein und warte, bis sie "0,00g" oder "0,0g" anzeigt. Manche Waagen brauchen ein paar Sekunden zum Einpendeln. Falls sie nicht auf Null steht, liegt's entweder an Verschmutzung (Wiegefläche reinigen) oder die Waage braucht eine Kalibrierung (siehe nächster Abschnitt).
Schritt 3: Tara nutzen (falls nötig)
Wenn du das Material in einem Behälter wiegen willst (z.B. Glas, Papier, Silikondose), stelle den Behälter auf die Waage und drücke die Tara-Taste. Das Display springt auf "0,00g" – jetzt misst die Waage nur noch das Material, nicht den Behälter.
Kein Behälter? Dann kannst du direkt loslegen. Bei klebrigen Substanzen (z.B. Konzentrate) ist ein Behälter aber hygienischer und praktischer.
Schritt 4: Material auflegen und ablesen
Lege das Material vorsichtig auf die Wiegefläche – nicht fallen lassen, nicht draufhauen. Die Waage braucht ein paar Sekunden, bis die Anzeige stabil steht. Bei guten Waagen ist das fast instant, bei billigen Modellen kann es 5–10 Sekunden dauern.
Lies den Wert ab, wenn die Anzeige nicht mehr blinkt oder springt. Manche Waagen haben ein Symbol (z.B. kleines Schloss), das anzeigt, dass der Wert stabil ist.
Schritt 5: Messwiederholung (Pro-Tipp)
Hier kommt der Nerd-Move: Wiege dieselbe Probe 3x hintereinander und bilde den Mittelwert. Warum? Weil selbst gute Waagen minimal schwanken – mal zeigt sie 0,48g, mal 0,50g, mal 0,49g. Der Durchschnitt eliminiert diese Schwankungen fast komplett.
Beispiel: Du wiegst 0,48g, 0,50g, 0,49g → Mittelwert = 0,49g. Das ist dein echter Wert. Klingt aufwendig, dauert aber nur 30 Sekunden extra und gibt dir echte Präzision.
Typische Fehler beim Wiegen (und wie du sie vermeidest)
- Weicher Untergrund: Waage wackelt, Werte springen → Immer auf harter, ebener Fläche wiegen
- Luftzug: Display schwankt → Fenster schließen, Ventilator aus, ggf. Windschutz nutzen
- Verschmutzte Wiegefläche: Falsche Nullpunkt-Anzeige → Regelmäßig reinigen
- Nicht kalibriert: Waage driftet ab → Einmal pro Monat kalibrieren (siehe nächster Abschnitt)
- Zu kleine Tragkraft: Waage zeigt "Err" oder "OOOO" → Material ist zu schwer, größere Waage nutzen
Kalibrieren & Pflegen: So bleibt die Waage genau
Eine Waage ist kein "Set it and forget it"-Gerät. Damit sie dauerhaft präzise misst, brauchst du ein Minimum an Pflege. Keine Sorge – ist weniger Aufwand, als es klingt.
Wie oft solltest du kalibrieren?
Als Faustregel: Einmal pro Monat reicht für normale Nutzung. Wenn du die Waage täglich intensiv nutzt oder sie oft transportierst, kalibriere sie alle 1–2 Wochen. Auch nach einem Sturz, starken Temperaturschwankungen oder wenn die Anzeige merkwürdig wirkt (z.B. nicht auf Null geht), ist Kalibrierung angesagt.
So geht's: Lege das Kalibriergewicht (meist 100g oder 200g, je nach Modell) auf die Waage und drücke die Kalibrierungstaste (meist "CAL" oder eine Tastenkombination – siehe Anleitung). Die Waage gleicht sich ab und zeigt dann "PASS" oder "DONE" an. Fertig. Dauert 30 Sekunden.
Kein Kalibriergewicht dabei? Manche Billigwaagen haben keins im Lieferumfang. Du kannst auch eine Münze nutzen – z.B. ein 5-Euro-Stück wiegt exakt 7,5g. Nicht perfekt, aber besser als gar nicht kalibrieren.
Was killt die Genauigkeit?
- Staub und Harzreste: Setzen sich auf der Wiegefläche ab, verfälschen den Nullpunkt. Regelmäßig reinigen.
- Stöße und Stürze: Waagen sind empfindlich – ein Fall vom Tisch kann die Kalibrierung zerstören oder sogar die Mechanik beschädigen.
- Feuchtigkeit: Waagen sind nicht wasserdicht. Wasser auf dem Display oder in der Elektronik? Game over. Halte die Waage trocken.
- Temperaturschwankungen: Von warm nach kalt (z.B. Winter-Transport) kann die Elektronik verstellen. Waage nach Temperaturwechsel 10 Minuten akklimatisieren lassen.
- Batterien fast leer: Schwache Batterien führen zu instabilen Messungen. Wenn das Display flackert oder die Waage langsam reagiert, Batterien wechseln.
Reinigung: trocken/soft, keine aggressiven Reiniger
Die Wiegefläche kannst du mit einem trockenen oder leicht feuchten Mikrofasertuch abwischen. Bei hartnäckigen Resten (z.B. Harz) hilft ein Tropfen Isopropanol (99% Reinigungsalkohol) – aber nur auf der Wiegefläche, niemals auf dem Display oder den Tasten.
Vermeide:
- Aggressive Reiniger (Aceton, Lösungsmittel, Scheuermilch)
- Wasser direkt auf die Waage kippen
- Kratzende Schwämme oder Bürsten
- Druckluft (kann Staub in die Elektronik blasen)
Nach der Reinigung kurz abwarten, bis die Wiegefläche komplett trocken ist, dann kannst du wieder loslegen.
Häufige Fragen & typische Fehler
Warum springt die Anzeige meiner Waage ständig hin und her?
Mögliche Ursachen: Luftzug (Fenster zu, Ventilator aus), instabiler Untergrund (auf harten Tisch stellen), verschmutzte Wiegefläche (reinigen), schwache Batterien (wechseln) oder die Waage braucht eine Kalibrierung. Wenn alles nicht hilft: Waage ist möglicherweise defekt.
Warum zeigt meine Waage nicht 0,00g an, obwohl nichts drauf liegt?
Das nennt sich "Nullpunkt-Drift". Entweder liegt noch etwas auf der Wiegefläche (Staub, Krümel), die Waage ist verschmutzt oder sie braucht eine Kalibrierung. Reinige die Wiegefläche und kalibriere die Waage neu. Falls das Problem bleibt, ist die Waage möglicherweise kaputt.
Kann ich meine Waage mit Münzen kalibrieren?
Ja, aber nicht perfekt. Ein 5-Euro-Stück wiegt 7,5g, eine 1-Euro-Münze 7,5g, eine 2-Euro-Münze 8,5g. Du kannst mehrere Münzen stapeln, um auf z.B. 100g zu kommen (13x 5-Euro-Stücke = ~97,5g). Nicht ideal, aber besser als gar nicht kalibrieren. Für echte Präzision: Kalibriergewicht kaufen (kostet ~10€).
Warum zeigt meine 0,01g-Waage bei kleinen Mengen (z.B. 0,05g) "0,00g" an?
Das kann zwei Gründe haben: Entweder die Waage hat eine Mindestlast (z.B. erst ab 0,1g zuverlässig) oder sie ist nicht kalibriert. Checke die Specs der Waage – manche 0,01g-Modelle arbeiten erst ab 0,5g präzise. Falls nicht: Kalibrierung durchführen.
Ist eine teurere Waage automatisch besser?
Nicht immer. Preis sagt nichts über Genauigkeit, wenn die Specs gleich sind. Eine 20€-Waage mit 0,01g kann genauso präzise sein wie eine für 50€ – der Unterschied liegt oft in Verarbeitung, Haltbarkeit, Features (USB, besseres Display) und Marke. Wichtig: Prüfe die technischen Daten (Genauigkeit, Tragkraft, Kalibrierung), nicht nur den Preis.
Kann ich eine Küchenwaage zum Wiegen von Cannabis nutzen?
Für große Mengen (ab 50g) ja, für kleine Portionen (unter 5g) nein. Küchenwaagen zeigen oft nur 1g-Schritte an – bei 0,5g siehst du entweder 0g oder 1g. Für präzise Dosierung brauchst du eine Feinwaage mit mindestens 0,1g Genauigkeit.
Wie lagere ich meine Waage am besten?
Trocken, bei Raumtemperatur, idealerweise in der Originalverpackung oder einem Etui. Vermeide direkte Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit und extreme Temperaturen (z.B. im Auto im Sommer). Wenn die Waage einen Deckel hat, nutze ihn – schützt die Wiegefläche vor Staub und Kratzern.
Typische Anfängerfehler auf einen Blick
Was du NICHT tun solltest
- Waage auf weichen Unterlagen nutzen (Bett, Sofa, Teppich)
- Mit offenen Fenstern oder Ventilatoren wiegen
- Waage nie kalibrieren ("läuft ja so")
- Billigste Waage kaufen, dann über schlechte Qualität beschweren
- Zu kleine Tragkraft wählen (z.B. 50g-Waage für 100g-Portionen)
- Wiegefläche nie reinigen (Harzreste = falsche Nullpunkt)
- Waage fallen lassen oder grob behandeln
Best Practices
- Waage auf harter, ebener Fläche nutzen
- Fenster zu, Luftzug vermeiden (besonders bei 0,01g)
- Einmal pro Monat kalibrieren
- Genauigkeit nach Use-Case wählen (nicht immer teuerste)
- Tragkraft mit Puffer wählen (nutzt du 100g? Nimm 200g-Modell)
- Wiegefläche regelmäßig reinigen (trocken oder leicht feucht)
- Waage vorsichtig behandeln, in Etui lagern
Waagen-Typen im direkten Vergleich
Nicht jede Waage passt zu jedem Use-Case. Hier ein direkter Vergleich der gängigsten Typen – damit du auf einen Blick siehst, welche für dich die richtige ist.
| Typ | Genauigkeit | Tragkraft | Größe | Ideal für | Preis |
| Taschenwaage (Mini) | 0,01g–0,1g | 50g–200g | Klein, mobil | Unterwegs, kleine Portionen, Konzentrate | 15€–40€ |
| Standard-Digitalwaage | 0,1g | 200g–500g | Mittel | Alltag, Joints, Bowls, Teilen von Mengen | 20€–50€ |
| Präzisions-Feinwaage | 0,01g | 100g–500g | Mittel bis groß | Medizinische Dosierung, Edibles, präzises Arbeiten | 30€–80€ |
| Plattformwaage | 0,1g–1g | 500g–3000g+ | Groß | Ernten, große Vorräte, Gläser mit Inhalt | 40€–100€+ |
| Labor-Analysewaage | 0,001g (1mg) | 20g–100g | Mittel, oft mit Windschutz | Pulver, Pharmazie, extreme Präzision (Overkill für Cannabis) | 80€–300€+ |
Unser Take: Für 90% der Cannabis-Nutzer ist eine Standard-Digitalwaage mit 0,1g oder eine Präzisions-Feinwaage mit 0,01g die beste Wahl. Taschenwaagen sind cool für unterwegs, Plattformwaagen für Grower mit großen Ernten. Labor-Waagen? Nur wenn du wirklich weißt, dass du sie brauchst.
Realitätscheck: Was beeinflusst die Messgenauigkeit wirklich?
Selbst die beste 0,01g-Waage bringt dir nichts, wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen. Hier die wichtigsten Faktoren, die deine Messung beeinflussen – und wie du sie kontrollierst.
✓ Optimale Bedingungen
- Harte, ebene Unterlage (Tisch, Schreibtisch)
- Keine Luftbewegung (Fenster zu, kein Ventilator)
- Stabile Raumtemperatur (keine Heizung direkt daneben)
- Saubere, trockene Wiegefläche
- Waage kalibriert (innerhalb letzter 2-4 Wochen)
- Volle Batterien oder USB-Strom
- Material hat Raumtemperatur (nicht frisch aus Kühlschrank)
✗ Was die Messung killt
- Weicher Untergrund (Bett, Sofa, Teppich, Polster)
- Offenes Fenster, Ventilator, Klimaanlage läuft
- Starke Temperaturschwankungen (z.B. Winter-Transport)
- Staub, Harzreste, Feuchtigkeit auf Wiegefläche
- Lange nicht kalibriert (> 2 Monate)
- Schwache Batterien (Display flackert)
- Material ist zu kalt/warm (z.B. frisch aus Gefrierschrank)
Pro-Tipp: Wenn du super-präzise messen willst (z.B. für medizinische Mikrodosierung), lass die Waage nach dem Einschalten 1-2 Minuten "aufwärmen". Die Elektronik stabilisiert sich, und die ersten Messungen sind genauer.
DIY: Kalibriergewicht selbst machen (Quick Hack)
Kein Kalibriergewicht zur Hand und die Waage driftet ab? Kein Stress. Mit ein paar Münzen und etwas Hausverstand kannst du eine Notfall-Kalibrierung durchführen.Münzgewichte (Euro-Währung)
- 1 Cent: 2,3g
- 2 Cent: 3,06g
- 5 Cent: 3,92g
- 10 Cent: 4,1g
- 20 Cent: 5,74g
- 50 Cent: 7,8g
- 1 Euro: 7,5g
- 2 Euro: 8,5g
So geht's: Stapel Münzen, bis du auf das benötigte Kalibriergewicht kommst (meist 100g oder 200g). Beispiel für 100g: 13x 1-Euro-Münze = 97,5g (close enough) oder 12x 2-Euro-Münze = 102g. Lege den Stapel auf die Waage und führe die Kalibrierung durch.
Wichtig: Das ist keine perfekte Lösung (Münzen haben Fertigungstoleranzen), aber 100x besser als gar nicht kalibrieren. Für echte Präzision: Kalibriergewicht kaufen (~10€, hält ewig).